17.02.2021

Naturfoto des Monats

Gefrorenes Wasser_ Foto: Mario Trampenau

Jeden Monat zeigen wir Ihnen das Naturfoto des Monats von einem unserer Kollegen. Gern kann dieses heruntergeladen und als Hintergrund- oder Kalenderbild verwendet werden.

Naturfoto des Monats- Februar 2021

Eisige und verschneite Landschaft 

Dauerfrost und langanhaltende Temperaturen unter -10 Grad Celsius. Einen solchen Winter hatten wir seit einigen Jahren nicht mehr. Die Landschaft im Biosphärenreservat verwandelte sich in ein glitzerndes Winterparadies, bizarre Eisstrukturen entstanden und die Pflanzen wurden mit einer weißen Watteschicht aus Schnee bedeckt.

Die Schneedecke, die für uns nach einer bitteren Kälteerfahrung aussieht, ist für die Pflanzen ein "wärmender Schutz". Denn da Schnee kein guter Wärmeleiter ist, isoliert er die Pflanzen und verhindert, dass die tief liegende Erdwärme an der Oberfläche austreten kann.

Pflanzen haben aber noch andere faszinierende Mechanismen, wie sie sich ganz natürlich vor der Kälte schützen. So können einige bei drohender Kälte z.B. ein "Frostschutzmittel" produzieren. Denn sie speichern im Sommer vorrätig Energie aus Wasser und Mineralien, welche dann in Zucker und Aminosäuren umgewandelt werden können. Dieses Gemisch verhindert das Gefrieren des Wassers.

Laubbäume werfen im Herbst ihre Blätter ab, um die übermäßige Wasserverdunstung und ein Einfrieren im Winter zu verhindern. Nadelbäume haben zum Schutz vorm Erfrieren z.B. eine besonders dicke Cuticula (Wachsschicht) auf ihren Blättern, damit möglichst wenig Wasser verdunstet. Ein besonders sonniger Winter ist aber auch für die Nadelbäume gefährlich, denn dann wird die Fotosynthese angeregt, bei der viel Wasser verbraucht wird. Bei gefrorenem Boden sind die Wasserquellen aber nicht ergiebig und dem Baum droht das Austrocknen.

Für die Natur ist eine länger anhaltende Kälte aber auch wichtig, denn sie dient der natürlichen Dezimierung, also auch dem Erhalt des ökologischen Gleichgewichts.

Naturfoto des Monats- Januar 2021

Der Stieglitz und die Vogelhochzeit 

 Karl Lorenz Richter

Der Stieglitz ist eine Vogelart aus der Familie der Finken und wird auch Distelfink genannt. Er kommt in Nordafrika und in Eurasien von Westeuropa bis Zentralasien sowie Mittelsibirien vor. Besonders in der kahlen Jahreszeit sticht er durch sein buntes Gefieder ins Auge.  Vor allem der rot weiße Kopf mit der schwarzen Gesichtsmaske und der gelbe Flügelspiegel zeichnen ihn aus.

Als Vertreter der Finkenfamilie stimmt auch der Stieglitz heiter in das Lied „Die Vogelhochzeit (Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ von Hoffmann von Fallersleben ein:

„Die Finken, die Finken,
die gaben der Braut zu trinken.
Fiderallala, fiderallala, fiderallalalala.“

Die Vogelhochzeit ist ein alter sorbischer Brauch, der in der Oberlausitz traditionell am 25. Januar eines jeden Jahres begangen wird. Die Kinder stellen am Abend des Vortrages einen Teller auf das Fensterbrett und hoffen, dass die gefiederten Freunde nun Gebäck in Vogel- oder Nestform, Nüsse und Süßigkeiten auf den Teller legen. Damit bedanken sich die Vögel bei den Kindern für das fleißige Füttern in der kalten Jahreszeit. Am Tag der Vogelhochzeit gehört der Hochzeitsumzug von verkleideten Kindern ebenfalls zur Tradition.

Foto: Karl Lorenz Richter

Naturfoto des Monats- Dezember 2020

Die Wölfe kehren zurück

 Lorenz Richter

Früher lebte der Wolf selbstverständlich in unseren Wäldern. Zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert wurde er aber systematisch verfolgt und galt als nahezu ausgerottet. Nun kann er aber endlich zurückkehren - als natürlicher Bewohner und wichtiger Teil unseres Ökosystems. Inzwischen sind im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wieder vier Rudel nachweisbar. Sicher polarisiert er auch hier die Bevölkerung. Für den Menschen aber ist der Wolf nicht gefährlich. Hier lebt eher zurückgezogen in seinen Familienverbänden und geht auf Jagd nach größeren Huftieren.

Foto: Karl Lorenz Richter

Naturfoto des Monats- November 2020

Abflussgraben im Herbst

 Ralf M. Schreyer

Die weiträumigen Versumpfungen, ein Netz kleiner Flussarme und die armen Sandböden der Heiden bremsten lange Zeit die stetige Besiedelung und Kultivierung des heutigen Oberlausitzer Teichgebietes. Erst durch ein Entwässerungsnetz mittels Gräben ab dem 10. Jahrhundert kann von einer kontinuierlichen Siedlungsentwicklung gesprochen werden. Damit konnten sich auch die heute noch in der Region wesentlichen Wirtschaftszweige Land-, Wald- und Teichwirtschaft entwickeln.

Dieser naturnahe Graben in der Aue des Schwarzen Schöps zeigt, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung dieses Naturraumes möglich ist. Damit spiegelt er einen Schutzzweck unseres Biosphärenreservates wider.

Foto: Ralf M. Schreyer

Naturfoto des Monats- Oktober 2020

Violetter Lacktrichterling

 Mario Trampenau

Mit zunehmend feuchteren Tagen, gedeiht eine facettenreiche Vielfalt an Pilzen in den heimischen Laub- und Nadelwäldern. Der Violette Lacktrichterling (Laccaria amethystina) ist dabei besonders durch seine Färbung auffällig. Denn im feuchten Zustand zeigt sich der klein bis mittelgroße Pilz intensiv lila bis violett und im trockenen Zustand hell-violett bis weiß geblasst. Dieser durchgängig kräftig violetten Färbung verdankt er auch seinen Namen. Obwohl man es bei dieser besonderen Färbung nicht glauben mag, ist der violette Lacktrichterling wie alle Lacktrichterlinge sogar essbar. 

Foto: Mario Trampenau

Naturfoto des Monats - September 2020

Bienenfresser

 Mario Trampenau

Werden die Tage langsam kürzer und die Temperaturen nehmen ab, begeben sich zahlreiche Zugvögel auf ihren Weg in den Süden. So auch der Bienenfresser, der den Winter in einem Gebiet, was sich von der Sahel-Zone bis zum Kap der Guten Hoffnung erstreckt, verbringt. Der kleine, farbenfrohe Vogel jagt insbesondere nach Großinsekten, wie z.B. Libellen. So findet er auch im Biosphärenreservat beste Lebensraumbedingungen vor.

Foto: Mario Trampenau

Naturfoto des Monats - August 2020

Heideblüte

 Karl Lorenz Richter

Wenn im August und September die Heide blüht, versprüht die Landschaft der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschagz ihren ganz besonderen Charme. Kräftiges Lila von vielen Millionen Blüten, unterbrochen vom satten Grün der Wacholder und Kiefern und das silbrige Weiß der Birken färben die ganze Region.

Foto: Karl Lorenz Richter

Naturfoto des Monats - Juli 2020

Komet Neowise

 Karl Lorenz Richter

Der Komet "Neowise" ist im Juli das Highlight am Nachthimmel. In der Nacht von Donnerstag, den 23.07.2020 auf Freitag, den 24.07.2020 flog der Komet in einer Entfernung von "nur" 103 Millionen Kilometern an unserem Planeten vorbei und war somit zum Greifen nah. Noch bis zum 25. Juli 2020 stehen die Chancen den Kometen zu beobachten gut. Bei klarer Sicht erkennt man ihn am Nordhimmel unterhalb des Sternbildes "Großer Wagen".

Foto: Karl Lorenz Richter

Naturfoto des Monats - Juni 2020

 Ralf M. Schreyer

Rufender Laubfrosch

Besonders in den Frühlingsnächten zwischen April und Juni ist das eindringliche Rufen von Laubfröschen (Hyla arborea) zu hören. Tagsüber sitzen sie oft in Bäumen – daher auch der Name – aber insbesondere  zur Paarungszeit treffen sie sich am Abend in ihren Laichgewässern und sind dort nicht zu überhören. Denn das Werben um ihre Partnerinnen ist vor allem eins: LAUT, aber in unserer Heide- und Teichregion kaum wegzudenken.

Naturfoto des Monats - Mai 2020

 Ralf M. Schreyer

Blühendes Ackerwildkraut

„Moderne“ Landwirtschaft hat ihn fast zum Aussterben gebracht. Nur noch auf nährstoffarmen Ackerrandstreifen oder Ödland-Flächen findet man ihn: den Sand-Mohn (Papaver argemone).

Der Standort dieses Ackers, aufgrund seines Grundrisses auch Dreiecksacker genannt, befindet sich ein paar hundert Meter vom HAUS DER TAUSEND TEICHE entfernt und wird seit Jahren mit reduziertem Düngereinsatz extensiv bewirtschaftet. So bietet er ehemals häufigen Ackerwildkräutern wieder einen nährstoffarmen Lebensraum.

Foto: Ralf M. Schreyer

Naturfoto des Monats - April 2020

 Ralf M. Schreyer

Fleißige Nestbauer

Jetzt im Frühling bereiten sich im Biosphärenreservat viele Vögel auf ihre Brut vor. Doch zuerst gilt es, eine Wohnung zu finden oder, wie hier bei den Schwanzmeisen (Aegithalos caudatus) eine Heimstatt für die Brutzeit selbst zu bauen. Dieses kunstvolle Nest in einer Astgabel haben die beiden Schwanzmeisen in nur vier Tagen gebaut.

Foto: Ralf M. Schreyer

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